Ihre tierischen Gastgeber

Falco, „die Rübennase“, ist ein Fjordwallach mit typischer Fjordi-Philosophie. Kinder lieb ich und lauf wie auf rohen Eiern. Erwachsene erfreu ich schon mal mit Buckeln. Langsam wird er behäbiger, darf er mit 28 auch. Falco hat leider Cushing, er leidet sehr unter den Wetterkapriolen. Nicola Förg besitzt Falco seit 25 Jahren, es ist eine tiefe Liebe. Wenn er geht, geht ein Stück Leben.  Sein Motto: Das ist doch zum Gähnen.
Littlefoot, 19 Jahre jung, der „Kampfzwerg“, hat stolze 88 Zentimeter Stockmaß und Power für die doppelte Größe. Unüberlistbar, schlau und trickreich. Er kann Zirkuskunststücke und hat Charme für drei. Shetty in Reinkultur. Sein Motto: Wer größer ist als ich, ist in jedem Fall dümmer.
Vigor, „der Pole“, ist ein Huzule, ein elfjähriger Flegel mit Sonderlackierung. Er ist oberklug, kann Zirkuskundstücke, zeigt die auch, wenn das keiner von ihm verlangt. Seht mal her, wie toll ich bin! Er ist ein klein wenig eigensinnig, er hat was von einem Maultier. Er fragt auch stets neu nach, auch wenn er etwas (theoretisch) lange kann. Er sucht sich seine Wege gerne selber aus, er geht auch mal interessehalber zu fremden Menschen in Garagen. Sein Motto: Spielt endlich mal einer mit mir?
Olga, oder Olga Czibulski, ist eine polnische Kaltblutmixstute. Olga hat in ihrem Leben bestimmt schon so Einiges gesehen, Fohlen bekommen, viele Umzüge durchlebt. Olga wollten wir davor bewahren, irgendwo als „Gewichtsträger“ zu enden. Olga ist eine Bank im Gelände, ein  klein wenig zickig und sehr verfressen. Ihr Motto: Kann ich jetzt mal ein Leckerli haben?

UNVERGESSEN.

Allmählich wird die Liste der Pferde, die wir gehen lassen mussten, länger als die der Anwesenden. Aber das ist eben so, wenn man Tiere bis in Alter und Krankheit begleitet! So wie Daisy, die immerhin noch 24 wurde. Sie „wohnte“ vorher angebunden in einem Kuhstall, kam mit Hufrehe hier an. Am Ende zollte sie den Haltungsfehlern in ihrer Vorgeschichte Tribut, aber sie hatte eine gute Zeit und war bezaubernd. Oder Max, ein ehemaliges Schulpferd, der sture Fjordi-Panzer, der 27 werden durfte. Und Ruby, der beste Isländer, das „Integrationspferd“, das alle Pferde und Menschen liebte. Aber Tumore machen auch vor Pferden nicht halt….. manche Kämpfe verliert man, trotz aller Bemühungen, trotz wunderbarer Tierärzte.

 

Da sind noch einige mehr, Fenja war das Ausnahmepferd unter all den Lieben. Sie ist schon seit 2014 im Pferdehimmel…., ihr Sattel liegt staubig an seinem alten Platz. Sie ist immer noch präsent, diese kleine ganz große und großartige Isi-Stute! Sie war unerschreckbar, ehrgeizig für zwei und zäh. Mehrfach totgesagt wegen Cushing und einer fiesen Zahnkrankheit. Als sie dann noch das Augenlicht verlor, war es Zeit, sie vor Weihnachten in Würde gehen lassen. Sie fehlt, bleibt unerreicht – das Glück liegt darin, dass so ein Tier eine Weile unsere Wege begleitet und beschützt hat.

Alles im Leben ist endlich …die Erinnerung bleibt unendlich groß!