Lesung

Wir brauchen Geschichten

Es sind noch Geschichten zu erzählen!

Liebe Freunde, Kollegen, alle Menschen, die mich privat und beruflich begleiten!

Die Situation ist für uns alle bedrohlich! Auch psychisch anstrengend, weil man spürt, wie fragil jeder einzelne ist und mehr noch: Wie fragil diese vernetzte Welt sich zeigt! Wie verletzlich!

Jeder hat momentan eine Geschichte zu erzählen, die wenigsten Geschichten sind besonders humorig… die meisten handeln von Existenzangst, viele von Kräften, die schwinden, manche davon wie schwer es ist auf engem Raum mit jenen zu leben, die man ja eigentlich liebt.

Ist Corona für was gut? Ein junger Banker in der VR Bank im kleinen Huglfing hat heute gesagt, das wäre ein Charaktertest für alle… Nicht jeder besteht ihn…. Ein Cartoon lässt Linus sagen: Die beste Waffe gegen Corona ist ein gesunder Menschenverstand. Snoopy kontert: Hilfe, die Mehrheit ist unbewaffnet.

Vielleicht lernen die Entscheider auch nach der Krise, dass lebensnotwendige Produkte in Europa produziert werden MÜSSEN, dass Pflegekräfte kein Kanonenfutter sind, dass jede Rationalisierung im Gesundheitswesen sich jetzt bitter rächt.  

Letzten Donnerstag war unser Baumsteiger da, ein Mann, der höchste Wipfel erklettert und Gefahrbäume einkürzt, damit man eben nicht den ganzen stolzen Baum opfern muss. Er hatte eine junge Frau dabei. Seine Freundin aus L.A. Eine ganz frische Liebe, ihr erster Besuch bei ihm. Die nicht mehr heimkommt, die nach Stunden in Airline-Hotlines aufgibt. Sie wollen heiraten, sie ist nicht sooooo unglücklich noch in Bayern sein zu müssen. Dafür war Corona gut!

Wir brauchen solche Geschichten und drum brauchen wir Bücher!!! Die wir nicht mehr kaufen können. Der Steuerverbrecher Amazon liefert kaum mehr Bücher, lieber Klopapier und andere kriegswichtige Güter. Was doppelt perfide ist, denn vorher schon hat er die kleinen Bookshops ruiniert! Wart ihr mal in einer kleinen Buchhandlung am Lande? Auch schon vor Corona? Die wären froh gewesen, wenn da vier Menschen gleichzeitig im Raum wären. Ich kenne kaum eine Branche, die weniger gefährdet ist Menschenmassen anzusammeln, als eine Buchhandlung! Corona ruiniert gerade deren Existenz. Und die der Autoren. Vor allem von jenen, die gerade ein Buch am Start haben, ein Buch, das im März oder April terminiert war. Corona ruiniert Verlage, die längst Briefe aus dem Orkus an ihre Autoren verschicken, dass Titel nicht erscheinen, unbestimmt in den Herbst verschoben werden, dass auf Honorare verzichtet werden muss.

BITTE BITTE! Ostern kommt – bestellt im online Shop der kleinen Händler Bücher. Auch gerne meins, das eben auch in den März und damit mitten hinein in die Kreise geboren wurde. Es sind doch noch so viele Geschichten zu erzählen!!

Corona News

In Frankreich wird der Rotwein knapp in den Regalen, in Deutschland das Klopapier- was sagt das über den Grad einer Zivilisation aus? Die Urangst der Deutschen ist, dass das Scheißhauspapier ausgeht? Mein Pferdetierarzt hat da eine gute Lösung gefunden. Seine Frau bunkert für jede Jahreszeit und jeden Anlass Servietten. Er meint, es könne jahrelang in den Osterhasen scheißen, oder den Weihnachtsmann, auch wenn das zeitlich nicht so gut passt…

Und die Medien suhlen sich darin, über leere Fußballstadien zu lamentieren und überbezahlte Fußballsöldnerjungs weinen fast, weil sie ohne Zuschauer nicht kicken können. Das bewegt Deutschland? Dabei waren wir mal eine Kulturnation, Goethe und Schiller würden von ihren Statuen runterreihern….

Auch all die ungenannten Kulturschaffenden, die schon ohne Corona keine Lobby in Fußballdeutschland haben, leiden! Denn auch unzählige Veranstaltungen in kleinen Klubs werden abgesagt, der Künstler schaut mit dem Ofenrohr ins Gebirge, auch in die Alpen, wo die Skigebiete längst geschlossen haben. Der Künstler lebt von seinen Gagen, er lebt von jeder kleinen Veranstaltung. Er lebt von den CDs, die er dort verkauft. Und wir Schreiberlinge leben eben auch in großem Maße von Lesungen. Dort gibt es auch Gagen, die bei vielen Kollegen auch einen erklecklichen Teil des Jahreseinkommens ausmachen. Auf Lesungen werden zudem Bücher verkauft, aber es geht ja um weit mehr. Lesung ist eine emotionale Bindung zum Leser weit über die Veranstaltung hinaus. Kultur ist Austausch, Gespräch, auch mal widersprüchliche Reaktionen – Kultur ist Menschsein. Mein aktuelles Buch „Flüsternde Wälder“ ist mitten in die Krise hinein erschienen und es schmerzt es nicht vorstellen zu können. Ich kann allen inmitten der Zwangs-Entschleunigung nur raten mehr zu lesen! Weil Buchhandlungen ja auch nicht „kriegswichtig“ sind, wird man die Bücher online bestellen müssen. Das kann man – bittebitte – auch in den Online Shops der Kleinen tun und nicht bei Amazon! Leute, lest – auf Balkonen, in Gärten, am Kanapee! Bücher schaffen Mirakel, Bücher lassen reisen, auch wenn man es an Ostern dann nicht „auf Malle“ schafft! 

Flüsternde Wälder

Erscheint am 02.03.2020

Wer im Wald badet, schwimmt gefährlich – Waldbaden als Krimithema: Hochaktuell, spannend und mit Humor. Unter allen Wipfeln ist Ruh… … oder eben nicht! Eine Waldbademeisterin liegt, mit Ohrstöpfeln verpfropft, tot im Wald. Zudem gibt es eine Serie von Einbrüchen im Werdenfels, die bisher immer sehr diskret abgelaufen sind. Doch beim bisher letzten Einbruch wurde ein Mann ausgerechnet mit einer Buddhastatue brutal erschlagen – der Mann war Health Coach und Bestsellerautor…
Als Irmi, Kathi und Co. sich mit diesen zwei skurril anmutenden Todesfällen befassen, treffen sie auf Waldbadende, E-Biker und Detox-Jünger – der Wald ist längst zum Spielplatz aller geworden.

Pressestimmen zu “Wütende Wölfe”

Augsburger Allgemeine, April 2019
Wie immer liest sich der Krimi leicht weg, man folgt der Autorin gerne in die Berge und in dunkle Abgründe. Förgs Krimis wollen … spannend unterhalten und dabei über Missstände aufklären. Und das ist Nicola Förg wieder einmal gelungen.

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Am 3.2.2020 erscheint “FLÜSTERNDE WÄLDER”

Der 11. Fall von Irmi Mangold, wo sich Irmi und hr Team mit zwei bizarr anmutenden Todesfällen beschäftigen müssen. Sie treffen auf Waldbadende, Detox Jünger, Ebiker und viele Gruppen, die Anspruch auf den Wald erheben, wo gleichzeitig Forstleute immer verzweifelter mit dem Windbruch und dem Borkenkäfer kämpfen. Und dann taucht eine Gruppe wackerer Senioren auf, deren Renten weniger als ein Almosen sind und die genau das nicht mehr hinnehmen wolllen…..

Winterwunder von Dublin

Erschienen: Oktober 2019

Anfang Dezember kehrt Stella zu ihrer Familie nach Irland zurück: voller Vorfreude auf deutsch-irische Familienbräuche und
stimmungsvolle Weihnachtstraditionen, aber auch in Erwartung eines anstrengenden Tauziehens mit ihrer erfolgreichen Schwester Luna. Vor allem freut sich Stella auf die gescheckte Stute Puzzle, ihr Halt in Jugendtagen. Doch Puzzle ist weg, womöglich ausgesetzt, wie viele irische Pferde, wenn sie zu kostspielig werden. Unterstützt von dem TV-Reporter Daniel, der einen Beitrag über Pferdeschicksale dreht, macht sich Stella auf die Suche. Sie findet sich an magischen Plätzen an der Westküste wieder, zweifelt an ihren Gefühlen, ihrer Intuition und ihrer Mission – bis die Weihnachtstage ihren vollen
Zauber entfalten…

Wütende Wölfe

Erschienen: März 2019

Bestseller-Autorin Nicola Förg verwebt im 10. Band ihrer erfolgreichen Alpenkrimi-Reihe (u. a. »Tod auf der Piste«, »Hüttengaudi«, »Scharfe Hunde« und »Rabenschwarze Beute«) um die Kommissarinnen Irmi Mangold und Kathi Reindl atmosphärische Landschaftsbeschreibungen, eine spannende Krimihandlung, charmante und lebensechte Charaktere und die aktuelle Diskussion um die Rückkehr der Wölfe zu einer packenden Lektüre.
Eigentlich sollte Kommissarin Irmi Mangold abgehärtet sein gegen Tod und Verdammnis, aber drei bizarre Fälle – darunter ein toter Mann gefangen in den Schlageisen einer so genannten »Wolfsgrube« – erschüttern sie tief. Ihr Sabbatical als Almhirtin hin oder her: Sie muss nun doch Tatorte erfühlen, unbequeme Fragen stellen, denn schließlich geht es hier um »ihre« Kühe und »ihre« Alm!

Rabenschwarze Beute

Erschienen: März 2018

Silvester in Murnau: Ein Mann in Tarnanzug ballert mit einer Schreckschusspistole in die Nacht hinaus. Wegen der Knallerei dauert es eine Weile, bis jemandem auffällt, dass da wirklich einer totgeschossen wurde. Das Opfer, Markus Göldner, ist ein arrivierter Architekt, der aber vor allem durch sein aggressives Engagement im Vogelschutz auffiel: Er wetterte gegen Sommerfeuerwerke, gegen Böllerschützentreffen und gegen Windkraftanlagen. Da er sich so viele Feinde damit gemacht hat, kommen Irmi Mangold und Kathi Reindl mit ihren Ermittlungen kaum voran. Doch dann verschwindet die vierjährige Tochter der berühmten Modebloggerin La Jolina, und die beiden Kommissarinnen stehen plötzlich vor einem Fall, der zwar zehn Jahre zurückliegt, aber noch heute Albträume bereitet …